Virtueller Besuch im Anne-Frank-Haus: Der Zehnerjahrgang taucht in die Geschichte ein

Nach den zentralen Prüfungen (ZP10) haben sich mehrere Deutschkurse der zehnten Klassen intensiv mit einem der bewegendsten Zeitzeugnisse des 20. Jahrhunderts beschäftigt: dem Tagebuch der Anne Frank. In einer mehrwöchigen Unterrichtsreihe setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Leben im Versteck, mit Ängsten, Hoffnungen und dem Alltag einer Jugendlichen unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Verfolgung auseinander.

Den krönenden Abschluss der Reihe bildete ein ganz besonderes Erlebnis: ein virtueller Besuch im Anne-Frank-Haus in Amsterdam. Mithilfe von VR-Brillen, die freundlicherweise vom Kommunalen Medienzentrum Olpe zur Verfügung gestellt wurden, konnten die Jugendlichen die Räume des Hinterhauses hautnah erkunden – ganz ohne eine weite Reise antreten zu müssen. Zwischen engen Treppen, verdunkelten Fenstern und den bekannten Zimmern entstand so ein Eindruck, der weit über das hinausgeht, was Texte und Bilder allein vermitteln können. Viele Schülerinnen und Schüler berichteten, wie eindrücklich es war, sich in dieser virtuellen Umgebung in die Gefühlswelt von Anne Frank hineinzuversetzen.

Durchgeführt wurde die Unterrichtsreihe von Kursleiter Herrn Opherden und Frau Assmann, die mit dieser Kombination aus literarischer Auseinandersetzung und moderner Technik einen nachhaltigen Zugang zu einem wichtigen Kapitel unserer Geschichte geschaffen haben.

Ein Beispiel dafür, wie Erinnerungskultur und digitale Medien im Unterricht sinnvoll zusammenfinden können.